Meine Shire Stute Prawls Black Velvet erkrankte im Alter von 12 Jahren vorne lins an Hufkrebs. Mein Hufschmied sagte, lasse sie noch den Sommer auf der Weide dann kannst du dich von ihr verabschieden.
Wie es dann manchmal so geht, erzählt meine Tochter das ihrer Freundin, die ihrer Mutter und deren Freundin ist Hufpflegerin. Diese ruft mich dann an, einfach weil sie einen Hufkrebs einmal life sehen wollte und empfahl mir einen Pferdehomöopath in Bayreut. Das war natürlich ein Strohhalm den ich gerne nutzte. Leider konnte er aus Zeitgrünen nicht kommen, so musste ich meine Stute einladen und dorthinfahren (3Stunden) Velvet macht das alles sehr brav mit, obwohl sie schon lahmte.
der Homöopath schaut sie an und sagte: Ihre Wirbelsäule ist verknöchert und drückt auf die Nieren, die können kaum arbeiten und so sucht das "Gift" seinen Weg über die haut. Die schwächste Stelle bei ihr ist die Huflederhaut, evt hatte sie mal eine Verletzung dort.
Lange Rede, ich beschloss es zu versuchen. Nun gibt er nicht im klassischen Sinn homöopathische Medizin sondern nach einer anderen französischen Variante, es werden sehr oft verschiedene Mittel in LM Potenzen gegeben. Deswegen blickt man als Leihe auch nicht was er macht. Nur muss er das Tier öfter anschauen, bzw ich habe ein tägliches Tagebuch geschrieben, wenn mir etwas besonderes auffiel (Zb bildete sich mal ein Grind über die ganze Nase, viel am nächsten Tag wieder ab und war nach 5 Tagen nicht mehr zu sehen.)
Um es kurz zu machen: ich habe 5! Jahre lang Tropfen gegeben, wir sind durch dick und dünn und dann war der Hufkrebs wieder weg. Komplett, so dass mein Hufschmied sagte, das würde er nicht glauben wenn er es nicht selbst sehen würe.
Allerdings muss ich dazusagen, dass es hart war, mehr für mich als für Velvet. Wir hatten Akutphasen (als die Wirbelsäule behandelt wurde) da musste ich ein paar Tage ale 15 Minuten Tropfen geben, durchgehend. Und das schlimmst ich durfte nur mit Wasser waschen und bei Madenbefall diese fressen lassen :-
Mitlerweile werden Maden ja sogar in Krankenhäusern eingesetzt, doch sie einfach zu lassen, hat so was von Verwahrlosung. ich habe meine Stute auf den entfernten Waldweiden versteckt, damit es ja keiner sieht.
Letztlich ist aber alles gut geworden und Velvet ist völlig ergraut mit 24 Jahren und als Mutter von 10 Fohlen (6 hatte sie schon in England) friedlich gestorben.
Ihren Sohn Komet der der einzige Mix ist, ist noch bei mir und schon stolze 16 Jahre alt.
Der Homöopath hat dann auch Ärger bekommen (nicht wegen uns) und ihm wurde für 3 Jahre die Erlaubnis zu behandeln entzogen
mitlerweile praktiziert er aber wieder und ist völlig ausgebucht. Für Medikament und seine Besuche habe ein paar tausend Euro gelassen, aber über so lange Zeit fällt es nicht so auf.

Anbei Velvet mit ihren 3 tage alten Komet