Autor Thema: Meine Erfahrungen mit Hufkrebs  (Gelesen 2594 mal)

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Offline Eichin

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Meine Erfahrungen mit Hufkrebs
« am: 11. Feb 10, 15:22:59 »
Meine Shire Stute Prawls Black Velvet erkrankte im Alter von 12 Jahren vorne lins an Hufkrebs. Mein Hufschmied sagte, lasse sie noch den Sommer auf der Weide dann kannst du dich von ihr verabschieden.
Wie es dann manchmal so geht, erzählt meine Tochter das ihrer Freundin, die ihrer Mutter und deren Freundin ist Hufpflegerin. Diese  ruft mich dann an, einfach weil sie einen Hufkrebs einmal life sehen wollte und empfahl mir einen Pferdehomöopath in Bayreut. Das war natürlich ein Strohhalm den ich gerne nutzte. Leider konnte er aus Zeitgrünen nicht kommen, so musste ich meine Stute einladen und dorthinfahren (3Stunden) Velvet macht das alles sehr brav mit, obwohl sie schon lahmte.

der Homöopath schaut sie an und sagte: Ihre Wirbelsäule ist verknöchert und drückt auf die Nieren, die können kaum arbeiten und so sucht das "Gift" seinen Weg über die haut. Die schwächste Stelle bei ihr ist die Huflederhaut, evt hatte sie mal eine Verletzung dort.

Lange Rede, ich beschloss es zu versuchen. Nun gibt er nicht im klassischen Sinn homöopathische Medizin sondern nach einer anderen französischen Variante, es werden sehr oft verschiedene Mittel in LM Potenzen gegeben. Deswegen blickt man als Leihe auch nicht was er macht. Nur muss er das Tier öfter anschauen, bzw ich habe ein tägliches Tagebuch geschrieben, wenn mir etwas besonderes auffiel (Zb bildete sich mal ein Grind über die ganze Nase, viel am nächsten Tag wieder ab und war nach 5 Tagen nicht mehr zu sehen.)

Um es kurz zu machen: ich habe 5! Jahre lang Tropfen gegeben, wir sind durch dick und dünn und dann war der Hufkrebs wieder weg. Komplett, so dass mein Hufschmied sagte, das würde er nicht glauben wenn er es nicht selbst sehen würe.
Allerdings muss ich dazusagen, dass es hart war, mehr für mich als für Velvet. Wir hatten Akutphasen (als die Wirbelsäule behandelt wurde) da musste ich ein paar Tage ale 15 Minuten Tropfen geben, durchgehend. Und das schlimmst ich durfte nur mit Wasser waschen und bei Madenbefall diese fressen lassen :-
Mitlerweile werden Maden ja sogar in Krankenhäusern eingesetzt, doch sie einfach zu lassen, hat so was von Verwahrlosung. ich habe meine Stute auf den entfernten Waldweiden versteckt, damit es ja keiner sieht.

Letztlich ist aber alles gut geworden und Velvet ist völlig ergraut mit 24 Jahren und als Mutter von 10 Fohlen (6 hatte sie schon in England) friedlich gestorben.
Ihren Sohn Komet der der einzige Mix ist, ist noch bei mir und schon stolze 16 Jahre alt.

Der Homöopath hat dann auch Ärger bekommen (nicht wegen uns) und ihm wurde für 3 Jahre die Erlaubnis zu behandeln entzogen
mitlerweile praktiziert er aber wieder und ist völlig ausgebucht. Für Medikament und seine Besuche habe ein paar tausend Euro gelassen, aber über so lange Zeit fällt es nicht so auf.  ;)

Anbei Velvet mit ihren 3 tage alten Komet
Sch

Offline rextara

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Re: Meine Erfahrungen mit Hufkrebs
« Antwort #1 am: 11. Feb 10, 16:18:31 »
Hallo Eichin,

Ich finde dein Bericht sehr toll und freue mich das deine Sute noch so lange bei dir sein  durfte, aber ich als doch eher Homeopathie-Skeptikern frage mich wie so eine Person sehen kann das die Wirbelsäule verknöchert ist  ???

Offline Maike

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Re: Meine Erfahrungen mit Hufkrebs
« Antwort #2 am: 11. Feb 10, 17:48:34 »
Hallo Eichin,

das hört sich wirklich nach einer unglaublichen, tollen Story an. Es freut mich, dass ihr es letzten Endes geschafft habt!

Darf ich trotzdem noch kurz anmerken:
Zitat
Und das schlimmst ich durfte nur mit Wasser waschen und bei Madenbefall diese fressen lassen
Mitlerweile werden Maden ja sogar in Krankenhäusern eingesetzt,...
Achtung: Die Maden, die in Krankenhäusern eingesetzt werden fressen unter ärztlicher Aufsicht nur für eine begrenzte Zeit, zudem handelt es sich dabei auch um klar definierte Arten von Fliegenlarven!!!
In der Regel sollten Fliegenmaden in Wunden immer behandelt werden, denn es können auch äußerst schädliche darunter sein.

Alles in allem stehe ich dem Homöopathen kritisch gegenüber, aber es gilt ja nun: "Wer heilt, hat Recht!"

Gruß; Maike

Offline Eichin

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Re: Meine Erfahrungen mit Hufkrebs
« Antwort #3 am: 11. Feb 10, 18:27:34 »
Hallo Eichin,

Ich finde dein Bericht sehr toll und freue mich das deine Sute noch so lange bei dir sein  durfte, aber ich als doch eher Homeopathie-Skeptikern frage mich wie so eine Person sehen kann das die Wirbelsäule verknöchert ist  ???

Hallo Rextara
das entzieht sich leider meiner Kenntnis, vielleicht daran dass sie ihren Rücken leicht nach oben wölbte,
was ich eher auf eine Nachgeburtsverhaltung zurückführte. Und er hat sie sich in Bewegung angesehen.

Hallo Maike, da hast du sicher Recht, auch sind die Maden in den Kliniken alle steril. Mir fiel es auch schwer, doch da es geklappt hat habe ich deswegen keine Gewissensbisse mehr.
Ich denke auch dass alle Heilmethoden Berechtigung haben, ich würde nicht zögern schulmedizinisch zu handeln, doch die wollten in diesem Fall nicht.

Liebe Grüße Alexandra
Sch

Offline Ridgie

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Re: Meine Erfahrungen mit Hufkrebs
« Antwort #4 am: 14. Feb 10, 18:42:01 »
Nun gibt er nicht im klassischen Sinn homöopathische Medizin sondern nach einer anderen französischen Variante, es werden sehr oft verschiedene Mittel in LM Potenzen gegeben. Deswegen blickt man als Leihe auch nicht was er macht. Nur muss er das Tier öfter anschauen, bzw ich habe ein tägliches Tagebuch geschrieben, wenn mir etwas besonderes auffiel (Zb bildete sich mal ein Grind über die ganze Nase, viel am nächsten Tag wieder ab und war nach 5 Tagen nicht mehr zu sehen.)

Mitlerweile werden Maden ja sogar in Krankenhäusern eingesetzt, doch sie einfach zu lassen, hat so was von Verwahrlosung. ich habe meine Stute auf den entfernten Waldweiden versteckt, damit es ja keiner sieht.

Der Homöopath hat dann auch Ärger bekommen (nicht wegen uns) und ihm wurde für 3 Jahre die Erlaubnis zu behandeln entzogen
mitlerweile praktiziert er aber wieder und ist völlig ausgebucht. Für Medikament und seine Besuche habe ein paar tausend Euro gelassen, aber über so lange Zeit fällt es nicht so auf.  ;)

Hallo!
Was ist denn das für eine "französische Variante"? Da habe ich ja noch nie was von gehört?! Und ich bin kein Leie!
Das man die Pferde öfter sehen will und der Tierhalter möglichst ein "Tagebuch" mit Besonderheiten oder Veränderungen schreibt, bzw. mich anruft ist bei mir normal!
Maden wurden schon im Mittelalter zur "Reinigung" von Wunden eingesetzt und bilden sich ganz "natürlich" auch unter einem steriliem Verband.
War das ein Human- oder Tierhomöopath? Tierhomöopathen/-heilpraktiker brauchen keine "Erlaubnis"...
Lieben Gruß
Nadine
« Letzte Änderung: 14. Feb 10, 18:43:55 von Ridgie »

Offline Eichin

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Re: Meine Erfahrungen mit Hufkrebs
« Antwort #5 am: 14. Feb 10, 19:17:46 »
Hallo Ridgie, sorry ist wohl mein Fehler

ich denke sämtliche Homöopathie hat ihren Ursprung bei Hahnemann. Der Homöopath sagte das wohl, weil man in Frankreich viel mehr mit den LM Potenzen gearbeitet hat. Er ist Tierhomöopath.
Ich hatte vorher auch schon einen Homöopathen der D oder C Potenzen gab, eben ein Mittel und dann auf die Reaktion gewartet
hat. Sicher habe ich auch dort aufgeschrieben was besonders war. Wirklich Erfolg hatten wir hier aber mit der LM Potenz Behandlung. Das Veterinäramt mag leider keine Maden, ob steril oder natürlich oder sonstwie.

Liebe Grüße und schönen Sonntag
Alexandra

Sch